Herausforderungen im Bestand
Besonders arbeitsintensiv: die energetische Sanierung eines Industriebaus von 1916. "Nichts ist gerade, jede Fensterlaibung ist anders. Das ist alles Handarbeit," so Heyden. Die aufwendige Innendämmung, das neue Treppenhaus und statische Verstärkungen bedeuteten erhebliche Investitionen. Diese Erfahrungen fließen nun in die Sanierung der Anbauten und des Verwaltungsgebäudes ein:
- Prüfung der Eignung von Dämmsystemen vorab
- bessere Vorbereitung der Wandflächen
- effizientere Planung von Arbeitsschritten
Wiederverwendbare Bausteine des Erfolgs
Trotz aller Komplexität haben sich bestimmte Prinzipien bewährt, die auch für die kommenden Bauabschnitte gelten:
- Barrierefreiheit in nahezu allen Bereichen
- Fokus auf Energieeffizienz
- hohe architektonische Qualität
- flexible Nutzungskonzepte
Sven Heyden betont, dass das Lagergebäude trotz seiner künftigen Nutzung als Lager bereits so ausgestattet wird, dass es perspektivisch für andere Nutzungen aufgewertet werden kann.
Denkmalpflege mit Verantwortung
Denkmalschutz heißt nicht Stillstand, sondern behutsame Weiterentwicklung. Die historische Fassade wird denkmalgerecht saniert, während das Gebäude im Inneren heutigen Anforderungen an Fluchtwege, Zugänglichkeit und Nutzungskonzepte gerecht wird. Sven Heyden: "Wir wollen zeigen, dass Denkmal und modernes Arbeiten kein Widerspruch sind."
Perspektive: Ein Quartier mit Geschichte und Zukunft
Mit den Sanierungen der Gebäude entsteht ein lebendiges Areal, das die industrielle Vergangenheit Solingens sichtbar und nutzbar macht. Die Sanierung der Bestandsgebäude ist dabei nicht nur eine architektonische Aufgabe, sondern auch ein gesellschaftliches Statement für Nachhaltigkeit, Kultur und unternehmerische Verantwortung.
"Wir schaffen hier nicht einfach neue Büros. Wir schaffen Räume mit Charakter, in denen Menschen gerne arbeiten und sich mit dem Ort identifizieren."