| Immobilie | Nachhaltigkeit

Das Lagergebäude erwacht zu neuem Leben: Fortschritte auf der Baustelle des Change.Campus

Auf dem Change.Campus in Solingen tut sich etwas: Das denkmalgeschützte Lagergebäude wird umfassend saniert – ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des teils denkmalgeschützten Standorts. Projektentwickler Sven Heyden von BAUCONZEPT berichtet im Gespräch über den aktuellen Fortschritt, Herausforderungen und die Planung der kommenden Bauabschnitte. 

Sichtbare Zeichen des Wandels 

Die Baugenehmigung für das Lagergebäude liegt nun vor, die vorbereitenden Arbeiten sind in vollem Gange. Bereits jetzt wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt: Fensterlaibungen wurden hergestellt, nicht mehr benötigte Öffnungen verschlossen, Mauerwerkschäden ausgebessert und die Fassade gereinigt sowie teilweise neu verfugt. Die Fenster werden eingesetzt und Ziel ist es, die Fassade noch im selben Monat fertigzustellen – ein starkes Signal für alle, die den Wandel des Areals beobachten. 

Vom traurigen Altbestand zum historischen Schmuckstück 

Während das ehemalige Verwaltungsgebäude noch von den Folgen eines Brandes gezeichnet ist, nimmt das Lagergebäude bald wieder seine ursprüngliche Gestalt an. Sven Heyden erklärt: „Das Gebäude sieht dann wieder so aus wie vor über 100 Jahren. Das wird für die Anwohner:innen und Besucher:innen ein eindrucksvolles Zeichen sein.“ Die Fertigstellung ist für 2025 geplant. 

Blick auf die kommenden Jahre 

Das Lagergebäude ist der erste von drei Bauabschnitten auf dem Hauptareal. Die Anbauten aus den 1930er- bis 1950er-Jahren sollen 2026 folgen. Das Verwaltungsgebäude – mit rund 1.650 m² Nutzfläche – wird in Abhängigkeit von der Vermietung weiterentwickelt.  

Denkmalschutz als Gestaltungsrahmen 

Das Lagergebäude steht unter Denkmalschutz, ebenso wie die Hauptfassaden zur Straßenseite. Die Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt beschreibt Sven Heyden als positiv: „Die Menschen dort machen ihren Job mit Leidenschaft. Es ist ein intensiver Austausch, aber einer, der sich lohnt.“ Ziel ist es, das historische Erbe mit modernen Anforderungen an Zugänglichkeit, Brandschutz und Energieeffizienz in Einklang zu bringen. 

Nachhaltigkeit statt Neubau 

"Abreißen geht schnell, aber der Verlust an Geschichte und Ressourcen wäre enorm", betont Sven Heyden. Gerade im Kontext der Gewerbeflächen sei der Erhalt bestehender Bausubstanz der deutlich nachhaltigere Weg. So wird aus einem ehemaligen Industrieareal ein neuer Ort für Arbeiten, Innovation und Geschichte – mit Respekt vor dem Bestehenden und dem Blick in die Zukunft. 

Innenumbau des Hauptgebäude auf dem Change.Campus | (C) Solingen.Business